Die Belastung unseres Trinkwassers mit sogenannten Ewigkeitschemikalien wie PFAS und TFA sorgt bundesweit für Diskussion – und in Kevelaer für besondere Besorgnis. Laut einem Bericht der ARD-Sendung Plusminus vom 9. Juli 2025 hat das Trinkwasser von Kevelaer einen TFA-Wert von über 2,4 Mikrogramm pro Liter.
Was bedeutet das für unsere Gesundheit? Welche Maßnahmen sind notwendig? Und was können Stadt, Wasserwerke und Politik jetzt tun?
Diese Fragen stehen im Zentrum einer öffentlichen Informationsveranstaltung, zu der der Ortsverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kevelaer einlädt:
📅 Freitag, 5. September 2025
🕡 18:30 – 20:00 Uhr
📍 Öffentliche Begegnungsstätte Kevelaer, Bury-St-Edmunds-Straße 7

Referent ist Dr. Andreas Müller,
Dipl. -Chemiker und Geschäftsführer eines Umweltberatungsunternehmens in Velbert. In seinem Vortrag erklärt er, wie TFA entsteht, warum es problematisch ist – und welche politischen und technischen Lösungen denkbar sind. Im Anschluss ist Raum für Fragen und Diskussion.
PFAS, zu denen auch Trifluoracetat (TFA) gehört, sind extrem langlebig, reichern sich in der Umwelt und im menschlichen Körper an und können über das Trinkwasser oder die Nahrung aufgenommen werden. Das Umweltbundesamt (UBA) weist darauf hin, dass einige PFAS mit gesundheitlichen Risiken wie Leberschäden, Störungen des Immunsystems und möglicherweise krebserregenden Wirkungen in Verbindung gebracht werden. 20 verschiedene PFAS-Verbindungen sind EU-weit als „besonders besorgniserregend“ eingestuft und unterliegen speziellen Regelungen. Auch wenn TFA selbst als schwächer toxisch gilt, sieht das UBA „Vorsorgebedarf“, da TFA praktisch nicht abgebaut wird, sich in Böden und Gewässern anreichert und dauerhaft ins Trinkwasser gelangen kann. Besonders empfindliche Gruppen wie Schwangere und Kinder könnten dadurch gefährdet sein. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) bewertet TFA als fortpflanzungsgefährdend. Zusammen haben UBA, BfR und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) beantragt, TFA EU-weit als fortpflanzungsgefährdend, sehr persistent und sehr mobil einzustufen.
🔗 Weitere Informationen auf der Website des Umweltbundesamts
Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

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