Der Rat der Stadt Kevelaer hat beschlossen, die Zusammenarbeit mit der Caritas in der Flüchtlings- und Migrationsarbeit vollständig zu beenden. Wir halten das für einen Fehler und haben deshalb einen Antrag eingebracht, der einen anderen Weg vorschlägt: Kosten senken, aber die notwendige Integrationsarbeit erhalten.
Die Mitarbeitenden der Caritas unterstützen Geflüchtete bei Arbeitssuche, Behördenfragen oder beim Ausfüllen von Anträgen. Diese Arbeit sorgt dafür, dass Integration gelingt und Probleme früh gelöst werden können. Wenn diese Unterstützung komplett wegfällt, verschwinden die Aufgaben nicht – sie landen bei der Verwaltung, in Schulen oder beim Jobcenter.
Unser Vorschlag:
- Das Projekt „Alle wohnen“ wird geordnet bis Ende 2026 beendet.
- Personal wird bereits vorher reduziert.
- Ab 2027 wird die Migrationsberatung kleiner weitergeführt.
Damit würde etwa die Hälfte der bisherigen Stellen eingespart, gleichzeitig bliebe eine grundlegende Beratung für Geflüchtete in Kevelaer erhalten. Die Kosten würden von rund 240.000 Euro auf etwa 130.000 Euro pro Jahr sinken.
Gerade in schwierigen Haushaltszeiten gilt: Sparen ja – aber mit Augenmaß. Integration braucht verlässliche Strukturen. Unser Antrag verbindet beides: finanzielle Verantwortung und sozialen Zusammenhalt.

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